Neuerungen und Unsicherheiten durch das Pflegestärkungsgesetz 2017

Mit dem 01.01.2017 sind viele Änderungen durch den zweiten Teil des Pflegestärkungsgesetzes in Kraft getreten: Viele Leistungen der Pflegekasse haben sich erhöht. Pflegebedürftige erhalten nun „Pflegegrade“ statt Pflegestufen. Es gibt neue Kriterien, die entscheidend sind, welchen Pflegegrad man erhält. Es wurde darauf geachtet, dass es nicht zu einer Benachteiligung der Anspruchsberechtigen kommt, die bereits vor 2017 Leistungen durch die Pflegekasse bezogen haben. Niemand darf im Jahr 2017 insgesamt weniger Leistungen erhalten als im Jahr 2016.

Auch wenn viele dieser Änderungen sehr begrüßungswert sind, fällt uns als Pflegeexperten auf, dass die Änderungen eine Reihe von Unklarheiten und Fragen mit sich gebracht haben. Vor allem das neuen Begutachtungssystem ist für viele Antragssteller und ihre Angehörigen undurchsichtig und schwer nachvollziehbar. Das neue Begutachtungssystem (NBA) ist mit seinen 64 Kriterien sehr komplex und wirft durch die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Kriterien in der Gesamtbewertung viele Fragen auf. Teils ist die Verunsicherung so groß, dass den Betroffenen nicht klar ist, ob überhaupt ein Antrag auf Leistungen der Pflegekasse gestellt werden sollte. Hierdurch kann sich die Pflegesituation weiter verschlechtern und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf der Angehörigen zusätzlich erschwert werden.

Auch die Kommunikation der neuen Pflegekosten und Leistungen der Pflegekasse verläuft nicht optimal. Die Mitteilungen der Pflegeheime in Bezug auf den einheitlichen Eigenanteil, der seit 2017 von allen Pflegebedürftigen in gleicher Höhe geleistet werden muss, sind oft unverständlich geschrieben und können von den Betroffenen nur schwer nachvollzogen werden. Dadurch werden die Ängste vor zu hohen Heimkosten geschürt.

Der erhöhte Informationsbedarf, den wir von Amiravita in unseren Beratungsgesprächen erleben, motiviert uns zusätzlich, unser Wissen kontinuierlich auszubauen und es den Betroffenen in klarer und verständlicher Form zu vermitteln. Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Unsicherheiten verschwinden und die pflegenden Angehörigen wissen, auf welche Leistungen ihre hilfebedürftigen Familienmitglieder einen Anspruch haben und wie sie diesen geltend machen können.

Wir freuen uns auf die neuen Aufgaben, die auf uns zukommen, und werden unsere Kunden auch im Jahr 2017 optimal unterstützen.

Neue Studie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bescheinigt Vorteile

Eine neue Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit der Roland Berger GmbH befasst sich mit den Renditepotenzialen der neuen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Danach gehören für 87,6 % der Beschäftigten mit pflegebedürftigen Angehörigen familienfreundliche Angebote zu den wichtigsten Kriterien für einen attraktiven Arbeitgeber.

Fakt ist, dass bereits heute die Zahl der Pflegebedürftigen höher ist, als die der Kinder unter drei Jahren. Und die Tendenz steigt. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes wird es im Jahr 2030 3,4 Millionen Pflegebedürftige geben, dies entspricht etwa 4,4 %. der Gesamtbevölkerung oder geschätzt dann allen Kindern unter 6 Jahren.

Maßnahmen zur neuen Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzielten einerseits erwartungsgemäß positive Feedbacks der Mitarbeiter in der Bewertung des Arbeitgebers. Darüber hinaus entwickelten sich aber auch Standorts- und Wettbewerbsvorteile sowie positive Effekte auf Mitarbeitermotivation und Fluktuation. Dies ist im Hinblick auf den demografischen Wandel und den damit verbundenen zunehmenden Wettbewerb um Arbeitskräfte ein nicht außer Acht zu lassender Aspekt.

Daraus resultierend ergab sich weiter eine Verbesserung der Bewerberqualität, sowohl qualitativ wie auch quantitativ. Durch einen größeren Bewerberpool kann die Auswahl genauer erfolgen.

Und Familienfreundlichkeit wirkt sich nicht nur intern auf die Mitarbeiter aus, sondern kommt auch bei den Kunden positiv an. So kann sie durchaus zum Wettbewerbsvorteil werden.

Bleibt also festzuhalten, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute eine entscheidende Stellgröße für ein Unternehmen sein kann.

Das Amiravita-Team berät Sie gern zu allen Fragen rund um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Gemeinsam mit unseren Partnern, die sich auf das Thema Kinderbetreuung spezialisiert haben, decken wir das gesamte Spektrum der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ab.

Änderungen durch das Pflegestärkungsgesetz ab 2017

Durch das Pflegestärkungsgesetz sollen Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und beruflich Pflegende gestärkt werden. Denn die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wächst stetig weiter und mit ihr die Aufgabe, die es gesamtgesellschaftlich zu bewältigen gilt.

Mit dem 1. Januar 2017 wird die Pflegeversicherung noch einmal gründlich verändert. Statt bisher 3 Pflegestufen und eingeschränkter Alltagskompetenz wird es dann 5 Pflegegrade geben.

Menschen, die schon vorher in einer Pflegestufe eingruppiert worden sind, werden automatisch in einen Pflegegrad übergeleitet. Alle Anträge auf eine Begutachtung durch den MDK bis zum 31.12.2016 werden nach den alten Begutachtungsrichtlinien eingestuft, egal, wann genau die Begutachtung stattfindet. Erfolgt die Beantragung auf einen Pflegegrad ab dem 01.01.2017 werden automatisch die neuen Richtlinien angewandt.

Viele werden profitieren durch die neuen Regelungen. Es gibt einen Besitzstandsschutz für bereits bestehende Pflegebedürftigkeit und Wiederholungsprüfungen werden vorerst nicht stattfinden. Das bedeutet, dass auch jeder, der im Augenblick nur eine befristete Pflegestufe zugesprochen bekommen hat, diese behalten wird.

Die meisten bekommen mehr Geld. So erhält z.B. ein Mensch, der aktuell in Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft ist, automatisch ab dem 01.01.2017   193 Euro mehr Pflegegeld, 458 Euro mehr zu den Pflegesachleistungen (Pflege durch einen Pflegedienst) und 539 € mehr Zuschuss zur vollstationären Unterbringung in einem Pflegeheim. Überhaupt wird mehr auf die geistigen, kognitiven und psychischen Fähigkeiten eines Menschen eingegangen und so werden vor allem Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen besser berücksichtigt.

Benachteiligt werden Menschen, die vorwiegend körperliche Einschränkungen haben. Diese werden in der Gewichtung zurückgeschraubt, sodass es künftig schwer werden dürfte, unter diesen Umständen einen hohen Pflegegrad zu erzielen. Deshalb sollten diese Menschen besser noch vor dem 31.12.16 einen Antrag auf eine Pflegestufe stellen.

Auch bei der Bezuschussung für ein Pflegeheim wird sich einiges ändern. Künftig wird man hausintern immer die gleiche Zuzahlung leisten, egal, in welchen Pflegegrad man eingestuft worden ist. Teurer als jetzt wird es für Pflegestufe 1 (294€ pro Monat) und ein wenig auch in 2 (68 € pro Monat) ohne eingeschränkte Alltagskompetenz. Wer einen Einzug ins Pflegeheim erwägt und in Pflegestufe 1 ist, sollte von daher besser noch in diesem Jahr versuchen, einen Platz zu bekommen. Denn alle haben einen Besitzstandsschutz bei der Überleitung, die Differenz übernimmt dann die Pflegekasse. Durch diesen Schutz sind vermutlich auch hier keine Wiederholungsprüfungen zu erwarten, es sei denn, es wird eine Höherstufung beantragt.

Verändern werden sich auch die Betreuungs- und Entlastungsbeträge. Da die einge-schränkte Alltagkompetenz künftig nicht mehr separat beurteilt, sondern Bestandteil des Pflegegrades sein wird, gibt es künftig nur noch einen einheitlichen Betrag von 125 €. Da aber die Leistungen alle erhöht wurden, ergibt sich daraus nur ein Nachteil für Pflegestufe 3 mit Härtefallregelung. Und auch hier gibt es Bestandsschutz und finanziellen Ausgleich durch die Pflegekassen.

Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen werden aufgrund der zahlreichen Veränderungen viele Fragen aufkommen. Das Amiravita Team ist bestens vorbereitet  und alle Kunden und Betroffenen optimal unterstützen.

Geplantes Gesetz zur Verbesserung der Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland

In der letzten Lebensphase eines schwerkranken Menschen ist es wichtig, dass eine individuelle Versorgung mit einer fürsorglichen Pflege und Betreuung gewährleistet werden kann. Es gibt in Deutschland zahlreiche Angebote sowohl für die ambulante als auch für die stationäre Palliativversorgung, über die uns die Angehörigen von kranken Menschen sehr positiv berichten. Es gibt jedoch Verbesserungsmöglichkeiten und Finanzierungslücken: Die Palliativversorgung ist kein flächendeckendes Angebot. Gerade in ländlichen und strukturschwachen Regionen fehlt es an ausreichenden Angeboten. Die Vernetzung der pflegerischen, medizinischen und palliativen Versorgung und Begleitung sowie die Kooperation der unterschiedlichen Leistungserbringer sind nur unzureichend ausgeprägt.

Um diesen Problemen zu begegnen und somit die Versorgung schwerstkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu verbessern, wurde kürzlich der Entwurf eines „Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland“ verabschiedet. Dieser Gesetzentwurf sieht neben Neuerungen in den Bereichen der Gesetzlichen Krankenversicherung, Pflegeversicherung und den Strukturen des Krankenhauses, Verbesserungen in der ambulanten und stationären Hospizversorgung vor.

Im Einzelnen, sollen die folgenden Regelungen in Kraft treten:

  • Aufnahme der Palliativversorgung in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung – Steigerung der Qualität der bestehenden Palliativversorgung.
  • Auftrag an den gemeinsamen Bundesausschuss, die einzelnen Leistungen der Palliativpflege in der bestehenden Richtlinie über die Verordnung häuslicher Krankenpflege zu konkretisieren.
  • Einführung eines Schiedsverfahrens für Versorgungsverträge zwischen Krankenkassen und Pflegediensten für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)-  Verbesserter Ausbau der SAPV in ländlichen Regionen.
  • Erhöhung des Mindestzuschusses der Krankenkassen zu stationären Kinder- und Erwachsenenhospizen- Verbesserung der finanziellen Ausstattung von stationären Kinder- und Erwachsenen-Hospizen.
  • Berücksichtigung der Sachkosten bei ambulanten Hospizkosten, wobei ebenfalls ein passendes Verhältnis von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern geschaffen werden soll.
  • Kooperationsverträge zwischen Pflegeheimen mit Haus- und Fachärzten zur medizinischen Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht mehr freiwillig. Es sollen entsprechende Verträge abgeschlossen werden. Die Sterbebegleitung wird ein ausdrücklicher Bestandteil vom Versorgungsauftrag der sozialen Pflegeversicherung.
  • Für Bewohnerinnen und Bewohnern eines Pflegeheimes soll die gesetzliche Grundlage für die Versorgungsplanung einer individuellen und umfangreichen Palliativversorgung geschaffen werden – das Beratungsangebot soll durch die Krankenkassen finanziert werden.
  • Für Palliativstationen sollen auf Wunsch des jeweiligen Krankenhauses, krankenhausindividuelle Entgelte mit der Kostenträgern vereinbart werden – Stärkung der Hospizkultur.
  • Die Krankenkassen werden künftig dazu verpflichtet, eine individuelle Beratung der Versicherten und Hilfestellung der Auswahl und Inanspruchnahme durch unterschiedliche palliative Versorgungsmöglichkeiten zu leisten.

Eine stärkere Miteinbeziehung der Leistungsträger in die Bereiche Beratung und Finanzierung, sehen wir von Amiravita als sehr begrüßenswert an. Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell die Änderungen, nach der geplanten Einführung des Gesetzes zu Beginn des Jahres 2016, in Kraft treten werden und ob die angestrebten Ziele erreicht werden können. Es ist zu hoffen, dass der Zugang zu den Beratungsangeboten möglichst barrierefrei gestaltet wird und in der praktischen Umsetzung keine bürokratischen Hürden bestehen.

Oft handelt es sich bei der Begleitung in der letzten Lebensphase um eine Situation, die für den Betroffenen und das bestehende Umfeld  plötzlich auftritt und eine große Belastung mit sich bringt. Ein einfühlsamer und unterstützender Umgang seitens der Leistungserbringer durch entsprechend qualifizierte Ansprechpartner muss somit eine Grundvoraussetzung darstellen.

Um den Betroffenen beizustehen, bietet das Team von Amiravita unseren Kunden bereits heute eine individuelle Beratung rund um das Thema palliative Versorgungsmöglichkeiten an. Wir stehen den Angehörigen der sterbenden Person durch eine qualitativ hochwertige Beratung in dieser schweren Phase als Ansprechpartner zur Seite. Außerdem ermöglichen wir eine psychologische Begleitung, um die Betroffenen in dieser Situation professionell zu unterstützen.

Das Internet als Informationsquelle für pflegende Angehörige gewinnt an Bedeutung

Das Internet hat für pflegende Angehörige zunehmen an Bedeutung gewonnen. Dies wird durch eine aktuelle Pflegestudie der Techniker Krankenkasse belegt, bei der mehr als 1.000 pflegende Angehörige persönlich interviewt wurden. Hierbei nutzen 51 Prozent der Befragten  das Internet regelmäßig, wobei der Anteil an Männern mit 61 Prozent etwas höher ist als der Anteil der Frauen mit 48 Prozent. Besonders bemerkenswert ist, dass 68 Prozent der Befragten das Internet gezielt nutzen, um sich rund um das Thema Pflege zu informieren, wobei kein bestimmter Altersdurchschnitt besteht. Zudem nimmt die Bedeutung des Internets als Informationsquelle für die pflegenden Angehörigen mit der Höhe der Pflegestufe zu. Je höher die Pflegestufe, desto höher die Nutzung (Quelle: Studie TK, März 2015).

Die Bedeutung von aussagekräftigen und aktuellen Informationen aus dem Internet wir somit immer größer. Es gibt im Internet zahlreiche Seiten und Portale, die Informationen zum Thema Pflege enthalten. Leider ist es für die Nutzer nicht immer leicht zu erkennen, ob es sich um aktuelle und von Experten verfasste Informationen handelt. Auch die Verständlichkeit bei den teilweise sehr komplexen Pflege-Themen ist nicht immer gegeben. Zudem sind die Informationen auf vielen Internetseiten nicht vollständig oder auf eine Thematik beschränkt.

Die Amiravita hat daher einen Online Pflege-Ratgeber durch Experten entwickelt, der einfach strukturiert, umfassend und stets aktuell ist. Arbeitgeber können diesen Online Pflege-Ratgeber ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen, damit sich die Internetrecherche für Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen effizient und hilfreich gestaltet.

Weitere Informationen finden Sie auf www.amiravita.de

Erfolgsfaktor Familie

Als eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages versteht sich das bundesweite Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ als eine Plattform für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die sich für eine familienbewusste Personalpolitik interessieren, oder sich bereits dafür einsetzen.

Immer mehr große und kleine Unternehmen entscheiden sich dazu, ihre Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Das Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ möchte diese Unternehmen durch eine Mitgliedschaft motivieren und das Thema Familienfreundlichkeit in der Öffentlichkeit stärker in den Fokus rücken.

Mitglieder des Netzwerks können zum Beispiel auf Informationen und Ansprechpartner rund um das Thema  familienbewusste Personalpolitik zurückgreifen und Ideen und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf austauschen. Relevante Themen sind zum Beispiel betriebliche Kinderbetreuung oder die Gestaltung familienbewusster Arbeitszeiten.

Besonders das Thema Pflege und Beruf, welches bei vielen Unternehmen noch ein Tabu-Thema ist, wird durch eine Kommunikation innerhalb des Netzwerks stärker in das Bewusstsein der Unternehmen gerückt. Außerdem können Unternehmen innerhalb des Netzwerks auf zahlreiche Anregungen und Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zugreifen.

Auch im Hinblick auf den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte spielt Familienfreundlichkeit eine große Rolle. Eine Mitgliedschaft bei Erfolgsfaktor Familie ermöglicht den Unternehmen, sich gegenüber qualifizierten Arbeitnehmern zur Familienfreundlichkeit zu bekennen.

Kostenlos Mitglied werden können alle Unternehmen, die sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen und sich selbst zu einer familienfreundlichen Personalpolitik bekennen. Aktuell hat das Netzwerk knapp 4.800 Mitglieder deutschlandweit.

Steigerung des Familienbewusstseins bei deutschen Arbeitgebern

Eine Wiederholungsbefragung zum berufundfamilie-Index zeigt: das betriebliche Familienbewusstsein der deutschen Unternehmen ist seit 2007 gestiegen.

Im Jahr 2007 ergab der Indexwert für das Familienbewusstsein nach einer Umfrage unter rund 1.000 Unternehmen 63 Punkte, wobei 100 Punkte „sehr familienbewusst“ bedeutet. Im März 2013 ist der Punktwert bereits auf 67 Indexpunkte gestiegen.

Zurückzuführen ist die Steigerung des Familienbewusstseins auf eine Einsicht der Unternehmen, dass eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie notwendig ist und zur langfristigen Zufriedenheit der Mitarbeiter beiträgt. Mitarbeiter von Unternehmen, die sich gezielt dem Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf widmen, weisen im Vergleich zum Durchschnitt aller Unternehmen eine 14 Prozent höhere Motivation auf, sowie eine 13 Prozent höhere Produktivität. Ein hohes betriebliches Familienbewusstsein senkt die Fehlzeiten- und Krankheitsquote und trägt zu einer höheren Qualität der Bewerber und Bewerberinnen bei.

Viele Unternehmen sind sich bereits der positiven Effekte auf wesentliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen bewusst. Allerdings zeigt der ermittelte Indexwert von 67, dass es noch viel Luft nach oben gibt. Noch nicht alle Arbeitgeber haben das Potenzial einer familienfreundlichen Personalpolitik erkannt. Vorallem die Unterstützung von Mitarbeitern mit pflegebedürftigen Angehörigen (Eldercare) wird noch in wenigen Unternehmen aktiv umgesetzt. Umso mehr freut es uns, dass wir mit unseren innovativen Dienstleistungsangeboten zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf unsere Kunden bei diesem wichtigen Thema  im Rahmen der Familienfreundlichkeit unterstützen können.

Was ist der berufundfamilie-Index?

Der berufundfamilie-Index bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, das Familienbewusstsein ihres Unternehmens zu messen und mit anderen zu vergleichen. Ein Index von 0 bedeutet „gar nicht familienbewusst“ und ein Index von 100 „sehr familienbewusst“. Entwickelt wurde dieses Bewertungssystem vom Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP)  im Auftrag der berufundfamilie gGmbH und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.